Mit einem Staatsstreich hat vorige Woche das Militär den demokratisch gewählten Präsidenten Nigers abgesetzt. Niger ist für die Europäische Union ein wichtiges Exportland für Natur-Uran. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich droht offen mit Konsequenzen, sollten ihre Interessen angegriffen werden.
Immer wenn der Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl naht, schreiben wir diese Zeile, Jahr für Jahr: Nichts ist vorbei nach einem Super-GAU. Aktivist*innen wollen daran erinnern.
Von „Atomausstieg“ kann im Lingener Brennelementewerk nicht die Rede sein. Während die letzten deutschen AKW vom Netz gehen, soll künftig von einem französisch-russischen Konsortium von Deutschland aus der atomare Weltmarkt beliefert werden. Lingen könnte zur Drehscheibe der west- und osteuropäischen Atomindustrie werden! Atomkraftgegner:innen antworten mit einer großen Demonstration am 15. …
Von dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien am Montag ist auch das einzige in Bau befindliche Atomkraftwerk der Türkei betroffen gewesen. Kritiker*innen fordern nun eine genaue Überprüfung.
Während weiter russisches Uran nach Deutschland importiert wird, sollen die daraus hergestellten Brennelemente offenbar in chinesischen und russischen Atomkraftwerken zum Einsatz kommen. Wegen der politischen Bedingungen und des Atomausstiegs ist ein Verbot dieser Geschäfte überfällig.
Die USA meldet kürzlich eine Durchbruch bei der Atomfusion, erstmals sei mehr Energie gewonnen worden als in den Fusionsprozess gesteckt wurde, berichten Medien. Expert*innen sind sich zwar einig, dass es sich um einen wissenschaftlichen Meilenstein handelt. Doch diese Rechnung ist unvollständig...
Im Kampf gegen den Klimawandel, für vermeintlich günstige Energie und zur Versorgung abgelegener Regionen setzen weltweit Länder auf die Entwicklung „kleiner Atommeiler“. Was die Atomlobby als Zukunft preist, beschreiben Kritiker als das letzte Aufbegehren einer sterbenden Branche.
Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN hat das Wiederanfahren des Reaktorblock Cattenom-1 wegen defekter Schweißnähte untersagt. Der Betreiber hatte die Inbetriebnahme angekündigt.
Der Mietvertrag des niedersächsischen Zwischenlagers für schwach- und mittelaktiven Müll in Leese läuft aus. Was liegt da näher, als den Atommüll nach Gorleben zu bringen? Atomkraftgegner:innen kündigen an, einen „neuerlichen Atommülltourismus“ auf keinen Fall zu akzeptieren.
In der Debatte um einen Weiterbetrieb der letzten deutschen Atomkraftwerke wird das tägliche Risiko durch die Anlagen ausgeblendet. Die Kraftwerke sind alt, die Gefahr eines schweren Unfalls wächst mit jedem Betriebstag. Das unvorstellbar große Risikopotential muss dringend wieder zentrales Thema werden.