Pressemitteilung
Castortransport zum Zwischenlager Isar: Gefährlich und unverantwortbar
Zwischenlager ungeeignet für die Aufnahme der Sellafield-Castoren / Atommüll-Bundesamt BASE muss endlich Konzept für sichere Langzeit-Zwischenlagerung vorlegen / Atommülltransport birgt zusätzliche Risiken
Zum laufenden Castortransport aus Sellafield ins Zwischenlager Isar in Niederaichbach erklärt Helge Bauer von .ausgestrahlt:
„Hütchenspielertricks lösen das Atommüllproblem nicht. Schon heute ist klar, dass der Atommüll nicht in Niederaichbach bleiben kann. Das Hin- und Her-Verschieben von Castoren bringt uns einer sicheren Lagerung nicht näher, im Gegenteil: Jeder Castortransport birgt enorme Risiken. Atommüll sollte deshalb nur ein einziges Mal transportiert werden, und zwar in ein sogenanntes Endlager. Das gilt auch für den deutschen Atommüll aus der Wiederaufarbeitung im Ausland, zu dessen Rücknahme die Bundesrepublik selbstverständlich verpflichtet ist.
Die deutschen Zwischenlager bieten keinen ausreichenden Schutz für hochradioaktive Abfälle. Sie waren schon bei ihrer Errichtung den sicherheitstechnischen Herausforderungen nicht gewachsen und sind es heute, in einer sich weiter verschärfenden und sehr unkalkulierbaren Sicherheitslage, erst recht nicht. Weder ein Castortransport noch ein Atommülllager kann einem Drohnenangriff standhalten, das zeigen auch zwei Studien, die kürzlich von Expertinnen im Auftrag von .ausgestrahlt erstellt wurden. Das Atommüllbundesamt (BASE) muss endlich ein Konzept für eine maximal sichere Aufbewahrung des strahlenden Mülls in den Zwischenlagern für die nächsten hundert Jahre vorlegen, denn vorher wird es kein sogenanntes Endlager geben. Es darf sich seiner Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung nicht weiter entziehen.“
Weitere Informationen:
- Gutachten zur Sicherheit von Zwischenlagern (exemplarisch an den Lagern Ahaus und Brokdorf)
- Gutachten zu Gefahren bei Castortransporten (exemplarisch an drohenden 152 Transporten Jülich-Ahaus)