Mit einer umfassenden Kritik über die Geschäfte des Atomkonzerns Urenco mit seiner Urananreicherungsanlage Gronau und der Zentrifugenforschung Jülich untermauern Atomkraftgegner*innen aus dem Münsterland ihre Forderung nach Abschaltung der Atomanlagen. Dafür fehlt allein der politische Wille.
Mit einer „Renaissance der Atomkraft“ wollte Großbritannien einen ambitionierten Klimaschutz-Kurs starten. Doch das Projekt „Horizon Nuclear Power“ ist gescheitert, der Bau weiterer Atomkraftwerke in Großbritannien damit Geschichte. Die einzige Neubau-Baustelle wird unterdessen zum Milliardengrab.
Obwohl gegen die Transporte geklagt wird, wurde im Januar weiterhin aus der Brennelementefabrik Lingen radioaktiver Brennstoff an marode Atomkraftwerke im Ausland geliefert. Das ist klarer Rechtsbruch und muss Konsequenzen haben.
Offenbar rechtswidrig wurden im Dezember Brennelemente von Lingen in das schweizerische Atomkraftwerk Leibstadt geliefert. Dem Betreiber drohen nun strafrechtliche Konsequenzen, die im Atomgesetz geforderte Zuverlässigkeit steht in Frage. Die atompolitische Bilanz der GroKo ist eine Katastrophe.
Nachdem es kaum noch Neubauten von klassischen AKW gibt, hofft die Atomindustrie auf Neuentwicklungen. Doch auch die sogenannten kleinen modularen Atomreaktoren sind viel zu teuer und zu gefährlich. Im Projekt Nuscale in den USA ziehen sich Unterstützer*innen zurück.
Der Atomkonzern URENCO plant die Beteiligung am Bau von Atomkraftwerken in England und in den Niederlanden. Die deutschen Energiekonzerne RWE und E.ON sind Anteilseigner*innen an URENCO. Die Bundesregierung hat ein Veto-Recht gegen diese Atompläne.
Das endgültige Ende naht: Atomkraft wird weltweit von Erneuerbaren Energien verdrängt. So auch in Brokdorf, das AKW ist derzeit zum letzten Mal für die Jahreswartung vom Netz. Ende 2021 ist gesetzlich Schluss, doch der Meiler könnte (und sollte!) aus bleiben.
Kein anderer Energieträger hat in Deutschland bislang so hohe Kosten verursacht wie die riskante Atomkraft. Mit jedem Betriebstag der AKW steigen die Kosten weiter an. Andererorts wird die Notbremse gezogen: der japanische Atomkonzern Hitachi bricht ein Neubauprojekt in Großbritannien ab.
In Lingen befindet sich Deutschlands einzige Fabrik zur Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke. Beliefert werden zahlreiche Meiler in Europa. Doch hergestellt wird in den letzten Monaten fast nichts.
Das bayerische Umweltministerium hält den Forschungsreaktor Garching für „wichtig“ und „unverzichtbar“, besonders für die Medizin. Doch das ist ein Märchen und mit Zahlen widerlegt.