Atomkraft? Uns stinkt's!
1. Juni 2010: Hunderte bringen Müll zu CDU/CSU-Büros
Die CDU/CSU will im Hauruck-Verfahren längere Laufzeiten für Atomkraftwerke beschließen: Das bedeutet noch mehr Atommüll, obwohl keiner weiß, wohin damit. Ein Müllproblem – das gibt es für die Union angeblich nicht. Gleichzeitig verdienen sich die Stromkonzerne mit ihren AKW eine goldene Nase. Ihren strahlenden Müll stellen sie uns vor die Tür. Nach Ansicht der CDU soll das noch Jahrzehnte so weitergehen – Entsorgung leichtgemacht.
Gleiches Recht für alle, finden wir. Deshalb wurden am Dienstag, 1. Juni, in der Mittagspause mehr als 60 Büros von CDU und CSU mit Müll beschenkt.
Zu einigen Büros kamen zehn und mehr Leute. Manche rollten Atommüllfässer an. Woanders kamen immer wieder einzelne Besucherinnen und Besucher und verunsicherten die Unions-Angestellten. Wenige Mandatsträger hatten die Courage, sich den AtomkraftgegnerInnen zu stellen. Bei einigen Büros wurde trotz Öffnungszeit aufs Klingeln hin nicht geöffnet: andere hatten gar vorsorglich die Polizei bestellt.
Ach, würden doch die Atomkraftwerke so gut überwacht, damit ihre Mängel zum Abschalten statt zu gefährlichen Situationen führen!
Danke für den Mut an alle, die versucht haben, die örtliche Filiale einer Regierungspartei mit Müll zu beschenken. Doch offenbar gibt es bei CDU und CSU doch keine Entsorgungs-Experten, die wissen, wie sie mit Müllzunahme umgehen sollen.
Wir schaffen es nicht, alle mehr als 60 Aktionen darzustellen - Danke für die Berichte und Hinweise! Wir werden hier noch weitere Medienberichte nachtragen:
- Fotobericht Subkontur aus Lüneburg
- "Der Westen" berichtet aus Witten
- Die "Augsburger Allgemeine" berichtet aus Augsburg und Günzburg
- Die "Thüringer Allgemeine" und das "Freie Wort" mit Berichten aus Ilmenau
- Ein Bericht über CDU-Mitglieder, die bei unserer Aktion mitmachen, gibt es bei der "Saarländischen Online-Zeitung"
- Nur ein bisschen Müll hat die taz gesehen
- Noch mehr Berichte aus Ilmenau in diesem Blog




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